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30.07.2009  

Sein oder nicht sein? Der Durchführungsentscheid am Montag.

Der Entscheid über die Durchführung eines Monday Night Skates (MNS) gibt immer wieder Anlass zu Diskussionen. Gerne möchte ich kurz aufzeigen, wie der Durchführungsentscheid zustande kommt.

Wir Organisatoren, oder man könnte uns schon die „MNS Wetterfrösche“ nennen, beobachten jeweils die Radarbilder und die Wetterprognosen schon ab Freitag für den kommenden Montag. Man hofft natürlich immer auf „klare“ Verhältnisse, damit der Entscheid einfach gefällt werden kann. Also sonniges Wetter oder dann eben Regen. Diese Verhältnisse treffen leider am wenigsten zu. Vielmehr findet man wechselhaftes und unbeständiges Wetter vor. Am MNS-Montag wird dann den ganzen Tag über mit einer Reihe von Tools die Wetterdaten(Vorhersagen, Radarbilder, Precipitation usw.) verfolgt und auch nationale Wetterdienste zur Entscheidungsfällung hinzugezogen.

Jeweils bis spätestens um 18 Uhr müssen wir entscheiden, ob der MNS durchgeführt wird. So bleiben uns knapp 2 Stunden für alle Vorbereitungen wie um auch die entsprechenden Helfer vor Ort aufzubieten (Polizei, Staff, OK etc).

Oberstes Ziel ist immer, den MNS durchzuführen mit kleinstem Sicherheitsrisiko für die Teilnehmenden. Ein paar kleine Regentropfen stören dabei nicht, aber sobald es regnet, ist der Asphalt zu glitschig und für die meisten Teilnehmenden wäre es wegen der erhöhten Unfallgefahr ein zu grosses Risiko.

Der Entscheid ist immer mit einer grossen Verantwortung verbunden, welche wir gegenüber den Teilnehmenden haben. Ein paar tausend Skaterinnen und Skater sicher durch die City zu führen darf nicht unterschätzt werden. Kommt dann noch Regen ins Spiel, wird es kritisch. Die Massen sind dann nicht mehr zu kontrollieren, einige suchen Unterstände, andere fahren unkontrolliert in andere Richtungen, wenige fahren treu dem Streetcoordinator nach. Glücklicherweise verliefen diese wenige Situationen in der Vergangenheit immer ohne Zwischenfälle.

Am vergangenen Montag 27. Juli 2009 kam gemäss Radarbild gegen Abend eine grosse Gewitterfront auf Zürich zu. Alle Wetterstationen bestätigten die Gewittermeldung mit starkem Regen, zusätzlich unterstrichen sie, dass die kommende Gewitterfront sehr heftig ausfallen würde. Um 17.45 Uhr wurde uns noch von einem nationalen Wetterdienst Regen in der nächsten Stunde prognostiziert. Eine Stunde nach dieser Front wurde die nächste heftige Gewitterfront angekündigt. Die Chance für eine trockene Ausfahrt war demnach extrem gering. Aufgrund dieser zweiten Gewitterfront wurde dann der negative Entscheid beschlossen.

Wo blieb nun dieses Gewitter? Die Gewitterfront kam erst um 22.15 Uhr – zu unserer grossen Enttäuschung. Frust! Leider versagten diese kurzfristigen Wetterprognosen. Rückblickend wäre also ein MNS in Zürich möglich gewesen. Noch haben wir keinen direkten Draht zu Petrus, „nur“ zum nationalen Wetterdienst, dessen Prognosen auch kurzfristig nicht immer eintreffen.

Sicherheit ist immer oberstes Gebot am MNS und lässt keine Kompromisse zu. Ich hoffe, dass so unsere künftigen Entscheidungen für die Durchführungen besser nachvollziehbar sind.

Sportliche Grüsse

Jürg Hauser
Präsident NightSkate